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Seepferdchen

kommen weltweit in tropischen und gemäßigten Meeren vor, auch im Mittelmeer gibt es 2 Arten. 

Es sind bis jetzt insgesamt ca. 50 Arten bekannt. 

Der Name "Hippocampus" bedeutet Pferderaupe, da der Kopf des Tieres an ein Pferd erinnert, 

der Schwanz eher einer Raupe.

Seepferdchen können nur in strömungsarmen Gewässern leben. 

Sie bewohnen Seegraswiesen in Küstennähe, Korallenriffe, seichte Wassergebiete in Mangrovenwäldern, 

oder auch riesige freischwimmende Tang und Algenfelder.

Sie gehören zu den schuppenlosen Knochenfischen.

 

 
Als Räuber ernähren sie sich hauptsächlich von Schwebegarnelen ( Mysis ), Wasserflöhen, 

kleinen Krebsen und Fischlarven, welche blitzartig durch ihr Röhrenmaul eingesaugt werden. Dabei hört man ein Schnappgeräusch.

Sie halten sich mit ihrem Greifschwanz an Wasserpflanzen, Korallen oder Schwämmen fest und halten mit voneinander unabhängig beweglichen Augen ständig nach Futter Ausschau.

Und sie fressen für ihr Leben gern und viel. Darum ist es besonders wichtig, sie im Aquarium ausreichend oft zu füttern

 (bei mir 3x täglich)

 

 In meinem Aquarium pflege ich:

     Hippocampus reidi

     Hippocampus fuscus

     Hippocampus borboniensis

     Hippocampus erectus

     Näher werden diese Arten    hier   vorgestellt

 

Um sich fortzubewegen schlagen sie ihre kleine Rückenflosse und die Brustflossen wellenförmig hin und her, 

ohne ihre aufrechte Körperhaltung zu verändern. 

Seepferdchen- Kinder biegen ihren Greifschwanz beim Schwimmen immer zum Rücken hin,

 adulte Tiere halten ihren Schwanz hingegen immer zur Bauchseite gebogen.

                      

Seepferdchen gehören zu den Röhrenmäulern und man kann sie in Zwerg- und Riesenseepferdchen 

und Lang- und Kurzschnäuzige unterteilen. 

Das Zwergseepferd wird ca. 4cm groß, das Riesenseepferd kann bis zu 30cm groß werden.

Seepferdchen werden in der Regel 1-4 Jahre alt.

Sie sind Meister der Tarnung und können sich innerhalb weniger Minuten farblich ihrer Umgebung anpassen.

 Zusätzlich schützt sie ein Knochenpanzer. Das ist auch nötig, da sich Seepferdchen nicht sehr schnell bewegen, und so vor eventuellen Feinden nicht so rasch flüchten können.

 

 

                                          

Seepferdchen halten ihrem Partner immer die Treue, obwohl ich auch schon  gelesen habe, 

dass dies nicht immer zutreffen soll. 

So wurde schon von Weibchen berichtet, die ihre Eier auch bei verschiedenen Partnern "unterbringen" . 

Bei mir im Aquarium konnte ich diese Beobachtung nicht machen, es ist immer nur das Paar zusammen, 

das sich anfangs gefunden hat.

Andere Tiere werden verjagt, sogar gehackt.

Bei der Paarung erfolgt nach stundenlangem Paarungstanz die Eiübergabe, wobei das Weibchen das Männchen mit dem Greifschwanz umklammert und ihm die Eier in den weitgeöffneten Brutbeutel schiebt.

Dann "schüttelt" das Männchen den Brutbeutel noch mehrmals gut durch, um eine gleichmäßige Verteilung zu sichern.

Dann wird der Brutbeutel geschlossen und nun wachsen die befruchteten Eier heran.

Die Männchen brüten monatlich ein bis zwei Würfe aus. 

Die Brutdauer schwankt je nach Art von16-25 Tagen. 

Bei der Geburt klammert sich das Männchen fest , krümmt sich und presst die Jungen schubweise heraus.

Je nach Art können 50-1600 Junge zur Welt kommen. 

Die Jungen schwimmen sogleich an die Wasseroberfläche, um ihre Schwimmblase mit Luft zu füllen. 

In der Natur überstehen nur ganz wenige Kleinen die ersten Tage, viele werden einfach gefressen.

 

Die Eltern paaren sich in den meisten Fällen direkt nach der Geburt neu, trotzdem sind viele Arten vom Aussterben bedroht.

Sie werden von Fischern oder Sammlern einfach von den Algen "abgesammelt" und in der Luft getrocknet. Die getrockneten Seepferdchen werden als zweifelhafte "Souvenirs" verkauft, oder in der chinesischen Medizin als " Heilmittel" verwendet.

Jedenfalls sollte jeder Tourist von solchen Käufen Abstand nehmen, um diese wundervollen Tiere zu schützen und in ihrem Lebensraum zu belassen.

Andere Bewohner des Seepferdchenbeckens
Dies ist eine Strombus lentiginosus, eine sehr interessante Schnecke, die auch im Pferdebecken lebt. Da sie sich gern im Sand eingräbt, ist meines Erachtens ein höherer Sandboden nötig. Manchmal schauen dann nur ihre Augen aus dem Sand...

 

Sie ernährt sich von allen möglichen Resten, Detritus, soll auch Borstenwürmer fressen

 

Dieser Stern- Mandarinfisch Synchiropus stellatus ist ein wundervoller Fisch lässt sich sehr gut mit Seepferdchen zusammen halten. Man sollte ihn nur in alt-eingefahrenen Becken pflegen, da er vom Kleingetier im Gestein lebt. Mein Exemplar nahm aber schon bald Frostfutter an.

Vor kurzem hatte ich das Glück, noch ein Männchen zu ergattern, und dieses sieht mit seiner hochgestellten "Fahne" einfach fantastisch aus. Die beiden vertragen sich gut und sind nur noch zusammen unterwegs.

 

Lima scabra- Flammenmuschel

vom Kauf dieser Muschel kann ich eigentlich nur abraten, da diese wahrscheinlich in unseren Becken regelrecht verhungert. Obwohl ich täglich Staubfutter und Phytoplankton zuführe, starb das Tier schon nach relativ kurzer Zeit. Darum finde ich, dass diese wunderschönen Tiere lieber im Meer bleiben sollten....

 

Im Seepferdchenbecken lebt ebenfalls ein Seegras-oder Tangfeilenfisch -Acreichthys tomentotus-

Er besticht durch seine interessante Körperform und er ist ein wahrer Verwandlungskünstler. 

Je nach Hinter- oder Untergrund, vor dem er sich gerade bewegt, wechselt er ständig Farbe und Musterung.

Leider ist er auch ein gieriger Fresser und frisst den Pferdchen sehr schnell das Futter weg. Bis jetzt reicht es aber noch für alle...

Sehr witzig und interessant finde ich auch dieses etwas ungleiche Paar :

Es ist eine Zitronenwächtergrundel - Cryptocentrus cinctus und ein Knallkrebs.

Sie leben in einer Symbiose zusammen. Der Krebs baggert eine Höhle aus, in der sie gemeinsam leben.

 Der Krebs kann sehr schlecht sehen, darum übernimmt die Grundel die Wächterfunktion